pädagogischer Ansatz

Der Aichhörnchen Waldkindergarten  versteht sich als naturraumpädagogische Einrichtungen. Das Fundament des naturraumpädagogischen Ansatzes stellen die Grundgedanken der Bildung für Nachhaltige Entwicklung dar, die durch die Ziele des Orientierungsplans für Bildung und Erziehung ergänzt werden.

Wichtige Bausteine dieses Ansatzes sind für uns:

  • Partizipation
  • Ganzheitliche Bildung im Naturraum
  • Hoher Stellenwert des freien Spielens
  • Natürliche Bewegungsförderung
  • Bildung als sozialer Prozess (Ko-Konstruktion, Partizipation, verlässliche Bindung)
  • Prinzip der Freiwilligkeit
  • Naturmaterial statt industriell gefertigtes Spielzeug
  • Wir sind Gast im Wald und greifen nicht verändernd in den Naturraum ein
  • Qualitätssicherung durch Beobachtung und Dokumentation
  • Transparenz und Elternarbeit

 



Unser Bild vom Kind

  • Kinder sind einzigartig
  • Sie sind neugierig, wissbegierig und haben den Drang, sich die Welt zu erschließen
  • Sie sind phantasievoll und kreativ, sind Forscher, Abenteurer und Philosophen 
  • Kinder sind aktive Gestalter ihrer eigenen Lernbiographie, der kindliche Bildungsprozess ist ein Selbstbildungsprozess
  • Kinder haben ein Recht auf den heutigen Tag
  • Kinder teilen ihr Wissen gerne
  • Kinder haben ein Recht auf Langsamkeit und Innehalten
  • Kinder sind empathisch und sozial
  • Kinder wollen sich bewegen und Herausforderungen meistern
  • Sie haben ein Recht auf aktive Teilhabe und wollen Selbstwirksamkeit erfahren
  • Kinder brauchen Geborgenheit und Orientierung durch Rituale und Regeln

 

Unsere Fachkräfte

  • Sind naturverbunden, flexibel und wetterfest
  • Können den Wald als Lernort sehen, verstehen und zulassen
  • Sind liebevolle Begleiter und Impulsgeber, die das Selbstlernen der Kinder unterstützen
  • Begegnen den Kindern auf Augenhöhe, trauen ihnen viel zu und geben ihnen größtmöglichen Raum für Eigeninitiative
  • Sind werteorientiertes Vorbild und bringen sich mit ihrer Erfahrung und ihrem Wissen ein
  • Nehmen die Kinder in ihrer Individualität wahr und achten sie in ihrer Einzigartigkeit
  • Schaffen ein Gleichgewicht zwischen Anregung und Entspannung
  • Setzen Grenzen und fordern Regeln ein
  • Bleiben lebendig und verstehen sich selbst als Lernende
  • Sind ehrlich, respektvoll und interessiert
  • Sind kritikfähig, offen und kreativ 

 

Das Recht des Kindes auf den heutigen Tag – hierfür stehen wir beispielhaft

"Wenn ihr die Freude des Kindes und seinen Eifer zu deuten versteht, dann kann euch nicht verborgen bleiben, dass das Vergnügen über eine bezwungene Schwierigkeit, ein erreichtes Ziel, ein entdecktes Geheimnis die größte Freude darstellen, die Freude des Triumphs und das Glücksgefühl der Selbstständigkeit, der Beherrschung der Umwelt und des Umgangs mit den Dingen."
(Janusz Korczak) 

Die Erlebnisse und Erfahrungen heute prägen das Selbstbild des Kindes und bilden ein tiefes Fundament, auf dem das Kind stehen kann und so auch spätere Anforderungen bestehen kann. Ganz konkret heißt das für uns, den Moment zu leben, den Weg als Ziel zu verstehen, Entdeckungen zuzulassen, dem Regenwurm über die “Straße“ zu helfen, den schillernden Käfer im Laub zu bestaunen, der Ameisenstraße zu folgen, spontan Eicheln zu sammeln, weil der Boden gerade jetzt voll davon ist oder die tote Spitzmaus ganz genau zu betrachten, sie dann liebevoll zu beerdigen und ins Philosophieren zu kommen:  “Warum ist sie tot, was geschieht, wenn man tot ist, wie kommt man zu Gott?“ Wir reagieren auf die Impulse der Kinder und lassen sie sich ausprobieren. Wir sind offen für den Augenblick, können Projekte und Ziele spontan zurückstellen, auch mal vom Plan abweichen und den Kindern ganz viel Raum und Zeit lassen – neben der Natur die großen Güter des Waldkindergartens. Kinder stellen sich oft den größten Herausforderungen, suchen gerade nicht den bequemsten Weg; üben sich im Unmöglichen und schaffen es mit Hilfe der anderen doch. Kann ein Hang zu steil, eine Pfütze zu tief, der Lieblingsstein zu schwer sein? Antworten darauf gibt es nur heute!